BIM verstehen: Ein Kernkonzept in der modernen Architektur
Es ist wichtig, mit einer Definition zu beginnen.BIM steht für Building Information Modeling und repräsentiert die Erstellung (Modellierung) und Verwaltung digitaler Darstellungen der physikalischen und funktionalen Eigenschaften eines Gebäudes. Ein solches Modell enthält 3D-Geometrie, Informationen über Materialien, Kosten, Zeitrahmen und die Instandhaltung des betreffenden Bauwerks.
Der Fokus von BIM liegt auf Zusammenarbeit, Informationsaustausch und Integration, mit dem Ziel, Fehler zu reduzieren und Baukosten sowie Bauzeit zu optimieren. Durch diesen umfassenden Ansatz wird BIM zu einem Schlüsselwerkzeug für moderne Architekturbüros, die nach Innovation und Nachhaltigkeit in der Bauindustrie streben.
Ein bisschen Geschichte: Von der Idee zur Anwendung
Die Entwicklung der BIM-Idee begann prinzipiell in den 1990er Jahren. Nach einer Reifephase folgten bedeutende Ereignisse. Etwa zwei Jahrzehnte später wurde BIM in einer Reihe von EU-Mitgliedstaaten zur Bedingung für öffentlich finanzierte Projekte. Dies führte zu einem Wendepunkt: der EU-Richtlinie über das öffentliche Beschaffungswesen von 2014, die effektiv vorschrieb, dass Projekte ausschließlich im Rahmen der BIM-Technologie geplant werden müssen.
Obwohl BIM oft als Neuheit beworben wird, handelt es sich also um ein Konzept, das in unserer Branche seit vielen Jahren existiert. Es befindet sich heute sicherlich auf einem sehr hohen Niveau im Vergleich zu seinen Anfängen.
2D/3D CAD und BIM
Wie wir sehen, ist BIM schon lange bei uns. Schauen wir uns nun an, wie sich die Arbeitsweise eines technischen Büros verändert hat. Vor nicht allzu langer Zeit wurde noch von Hand entworfen und gezeichnet. Die Entwicklung der CAD-Technologie (Computer-Aided Design) brachte Verbesserungen bei der grafischen Darstellung von Gebäuden. Der Fokus lag zunächst auf 2D und erweiterte sich schrittweise auf 3D, mit unterschiedlichen Niveaus an Visualisierungsmöglichkeiten.
Es ist wichtig zu erwähnen, dass parallel zur Stärkung der 3D-Modellierung auch die Anwendung von Programmierung bzw. parametrischer Modellierung zunahm. Das Schreiben von Programmcode innerhalb von 3D-Tools und die Modellierung durch die Verknüpfung „smarter“ Bauteile wurde zum Standard und eröffnete eine völlig neue Welt der Modellierung. Es ist wichtig zu erwähnen, dass der Fortschritt der Computertechnologie eine wichtige Grundlage für all das Genannte ist. Es wurde klar, dass Raum für etwas mehr entstand, da es völlig logisch wurde, dass alle Informationen über ein Gebäude an einem Ort integriert werden können: BIM.
Wo wir stehen und wie man das BIM-Niveau erreicht
Auf dem Weg zu BIM gibt es viele mögliche Richtungen, aber letztendlich läuft alles darauf hinaus, ob man sich den großen, bekannten Tools verschiedener Namen und Formen zugewandt hat oder nicht. Wir haben uns entschieden, die Möglichkeiten zu nutzen, die Open Source bietet.
Aus unserer Perspektive sieht der Weg zu BIM so aus:
Der primäre fachliche Teil der Arbeit wird in einem CAD-Tool ausgeführt. Mithilfe von generierten PDF-Dokumenten wird die Idee geformt, wobei die Kommunikation mit den Kunden im Vordergrund steht. Hier ist es wichtig zu berücksichtigen, dass der größte Teil der Kunden auf PDF und Ausdrucke auf Papier orientiert ist, wo sie frei manuell oder digital kommentieren können. Der Informationsaustausch mit Kollegen und Mitarbeitern am Projekt erfolgt indirekt mithilfe von CAD-Grundlagen, schnell und flexibel dank langjähriger Erfahrung.
Wir erstellen das 3D-Modell des Gebäudes mit einem Open Source Tool primär für Visualisierungszwecke. Wir sind der Meinung, dass das Gebäude in erster Linie dem Käufer / Investor / Auftraggeber nähergebracht werden sollte. Zweitens ist es wichtig, unsere eigene Arbeit zu überprüfen. Erst dann ist es eine ausreichend gute Grundlage für mehr.
Für unsere internen Zwecke verfeinern wir das bestehende 3D-Modell mit einem Open Source Tool, das dem OpenBIM-Standard entspricht, um ein IFC BIM-Architektur-Niveau zu erreichen. OpenBIMs IFC (Industry Foundation Classes) stellt eine Reihe standardisierter digitaler Beschreibungen von Gebäudeelementen dar, die in der Bauindustrie verwendet werden. Für unsere spezifischen Anforderungen haben wir das BIM-Potenzial in 4D (Zeit) und 5D (Kosten) erkannt.
Wir haben die spezifischen Tools, die wir verwenden, bewusst nicht aufgelistet, aber wir glauben, dass sich vieles aus dem Kontext erkennen lässt.
